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Marlo lernt das Leben zu genießen

Die letzten Wochen waren für Marlo sehr erfreulich, denn er bekommt jetzt öfter Abwechslung: Marion, die neue Qualitätszeit-Patin, und Thomas, einer der Marlo-Rettungs-Helfer, besuchen ihn zusätzlich zu mir und seiner Retterin, die die Unterbringung finanziert. Aus dem „Pechvogel“ Marlo, der in seinem bisherigen Leben nur wenig kennen lernte – er wurde größtenteils in einem kleinen Zwinger gehalten – kommt ein entzückender und liebenswerter Hund zum Vorschein, der menschliche Nähe genießt.

 

Marlo wird bereits auf ein wirkliches Zuhause vorbereitet, er lernt:

 

  • neue Menschen positiv kennen
  • Menschen zu vertrauen
  • Leinenführigkeit
  • Beißkorbtraining
  • Decke als Sicherheitsort
  • Signale wie Komm, Sitz
  • positiv konditionierter Geschirrgriff
  • an anderen Hunden vorbeigehen
  • … und das Leben zu genießen … 🙂

 


Marlo mit Sternchen in den Augen: Dabei hatte der Rottweiler bisher einen ganz anderen Ruf: schmerzbedingt (er hat Spondylosen) und aufgrund eines harten und gewaltsamen Umgangs, wurde er – bevor ich ihn kennenlernen durfte – als aggressiv abgestempelt.

Gemeinsam mit engagierten TierschützerInnen konnte seine Rettung gelingen – fairer Umgang und Training durch positive Verstärkung ohne Bedrohungs- oder Strafszenarios sei dank. Dieser tolle Hund sucht noch seine Menschen! InteressentInnen, bitte unter u.aigner(ät)gmail.com melden! Marlo braucht dringend ein Zuhause!

 

Solange Marlo noch nicht in ein Zuhause umziehen kann, muss seine Unterbringung und Versorgung finanziert werden. Daher sind, neben der Qualitätszeit-Patenschaft, finanzielle UnterstützerInnen herzlich willkommen:

Kontoinhaber: Private Tierhilfe Ungarn HYPO NÖ – Landesbank für NÖ und Wien
AT16 5300 0032 5502 1086
HYPNATWW
Kennwort Marlo

Danke!

Hilfe für Marlo in fremder Umgebung: Decke als Target

Demnächst wird Marlo veterinärmedzinisch untersucht. Zwar unter Narkose, aber er wird eine fremde Ordination betreten, bevor er die Anästhesie bekommt.

Was für andere Hunde – zwar unangenehm, aber – bekannt ist, stellt für Marlo eine Herausforderung dar (selbstverständlich sollte jeder Hund grundlegendes Tierarzttraining genießen). Denn Marlo lebte in seinem kurzen Leben bisher nahezu ausschließlich in kleinen Zwingern, teilweise auf 4m², ohne direkten Kontakt zu Menschen. Er galt als aggressiv, im Schutzhundesport erfahrene Trainer wagten nicht, mit ihm zu arbeiten. Als er zum ersten Mal wieder ins Freie durfte, musste er buchstäblich gehen lernen – fast er robbte am Bauch – weil er mit dem Untergrund und allen Umwelteinflüssen überfordert war. Hier ist seine Geschichte ausführlich nachzulesen.

Daher üben wir ganz grundlegende Abläufe:

  • In Ordination sein
  • Person nähert sich an
  • Person nähert sich an und berührt
  • Person nähert sich an und berührt mit Einmalspritze
  • Ordination betreten, während Person neben Türrahmen steht und ihn am Schenkel berührt – so soll Marlo seine Injektion bekommen

Damit Marlo sich in der fremden Ordination besser orientieren kann und ein bekanntes Ziel, also Target, vor Augen hat, trainieren wir, dass „Auf die Decke gehen“ etwas Tolles ist. So hat Marlo eine schon eine Idee davon, wohin er sich orientieren bzw. wie er sich verhalten kann.

So nebenbei lernt Marlo auch, sich nicht durch Türen durchzudrängen bzw. durchzustürmen, sondern sitzend auf ein Signal des Menschen zu warten.

Als nächstes üben wir das mal angeleint. Ob Marlo auf der Decke sitzt oder steht, spielt eine untergeordnete Rolle. Ich habe ihn aber bewusst auch im Stehen bestätigt, damit es sich vom Verhalten „Mitgehen und hinsetzen, wenn Mensch stehen bleibt“ abhebt. Wichtig ist, dass er gerne auf die Decke geht.

In der Ordination ist das alles natürlich mit Beißkorb gefragt, daher kommt der jetzt auch beim Training dazu. Marlo hat offenkundig überhaupt kein Problem damit, im Gegenteil.

Als krönenden Abschluss haben wir dann das Deckentraining in die Ordination verlegt. Zusätzlich zum bereits bekannten Ablauftraining, war heute eine fremde Person im Ordinationsraum mit dabei, die beim Annäherungstraining ohne Berühren involviert wurde.

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Marlo entwickelt sich zu einem aufgeschlossenen Hund, der die Welt in positiver Erwartung entdeckt.
In meiner Abwesenheit werden die Trainingsschritte gefestigt, eine wichtige Voraussetzung, dass ich bei meinem Besuch die Anforderungen steigern kann.

Dieser tolle Hund soll natürlich bald sein richtiges Zuhause kennenlernen:
InteressentInnen, nur her mit euch! 🙂 u.aigner(ät)gmail.com

Voraussetzung: Haus (am Land) mit Garten, keine (Klein-)Kinder, da er bisher „praktisch nichts“ kennengelernt hat.

Aber auch eine Patenschaft wäre sehr wünschenswert: Marlo freut sich über Qualitätszeit, aber natürlich auch über finanzielle Hilfe.
Denn bis er endlich in ein Zuhause umziehen kann, wird noch Zeit vergehen und Unterbringung und Untersuchungen kosten Geld.

Daher sind UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:

Kontoinhaber: Private Tierhilfe Ungarn HYPO NÖ – Landesbank für NÖ und Wien   
AT16 5300 0032 5502 1086   
HYPNATWW   
Kennwort Marlo

Marlo auf der Wiese

Heute war es endlich soweit: Der langersehnte Freilauf auf einer großen Wiese! 🙂 

Noch im Außenbereich des Zwingers wartet Marlo brav darauf, angeleint zu werden:

 

Der schönste Moment:  


Gemeinsames Suchspiele:

Sehr aufmerksam, zwischen den Erkundungsläufen:

Warten bevor es wieder zurück geht: 

Marlo geht es wirklich hervorragend, besonders auch Dank der tollen Betreuung vor Ort. 🙂

Genauso wie die Tierpension in Ungarn kostet die Unterbringung hier in Österreich natürlich auch Geld. Zudem stehen derzeit medizinische Untersuchungen bzw. eine Kastration an. Daher sind finanzielle UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:
Kontoinhaber: Private Tierhilfe Ungarn 
HYPO NÖ – Landesbank für NÖ und Wien 
AT16 5300 0032 5502 1086 
HYPNATWW 
Kennwort Marlo

DANKE AN ALLE UNTERSTÜTZERINNEN!

Erster Besuch bei Marlo seit dem Umzug

Heute war es endlich soweit: Der erste Besuch bei Marlo seit dem Umzug.

Marlo präsentiert sich vorbildlich, seine Erwartungshaltung bei Öffnen der Zwingertür ist absolut positiv.Wir haben heute ein kleines „Warm-Up“ gemacht. Dh, ob die Basics, bei denen wir im Herbst 2014 in Ungarn aufgehört hatten, möglich und „abrufbar“ sind.

Und ja, das waren sie. 🙂

 

Marlo fand es ziemlich gut, dass ich zu ihm in den Zwinger kam. Auch mit den  Anwesenden außerhalb und mit der Filmerin wurde“geliebäugelt“.

Zuerst habe ich mal geschaut, wie Marlo auf die Moxon-Leine reagiert – die kann ich im Zweifelsfall vergleichsweise schnell entfernen.
Aber alles kein Thema.

Dann ging’s also gleich ans Brustgeschirr anziehen.

Und weil wir grad dabei waren: die Verbeugung hat Marlo so nebenbei auch gelern
Hat wunderbar geklappt.

Marlo ist sichtlich sehr erfreut. 🙂 Und kann die nächste Übung kaum erwarten.

Ein bisschen Mundschutz -(also Beißkorb-)Training.

Kurz mal angeleint im Innen- (und ohne Foto auch im Außen-)Bereich des Zwingers herumgehen.

Was Spannendes und was zum Spielen gab’s auch, Marlo findet den Kong voll top. 🙂

Marlo mag seinen „neuen“ Namen inzwischen sehr gerne: wenn er seinen Namen hört, dreht er sich interessiert und mit einem Lächeln um. 🙂

Für diejenigen, die Marlos Geschichte noch nicht kennen, hier ist der Artikel, in dem ich die wichtigsten Eckdaten zusammengefasst habe.Genauso wie die Tierpension in Ungarn kostet die Unterbringung hier in Österreich natürlich auch Geld.
Daher sind finanzielle UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:

Kontoinhaber: Private Tierhilfe Ungarn 
HYPO NÖ – Landesbank für NÖ und Wien 
AT16 5300 0032 5502 1086 
HYPNATWW 
Kennwort Marlo

Social Walk in the City – Soziale Kompetenz gemeinsam lernen

In der Stadt passiert es sehr schnell, dass Hunde verängstigt werden – der Verkehr ist laut, das Ubahnfahren unbekannt, der Beißkorb unangenehm, andere Hunde schießen um die Ecke, oder einfach viele fremde Menschen auf wenig Raum. Unangenehmerweise kann sich aus einem Schreckerlebnis binnen kurzer Zeit ein allgemeines Problem entwickeln – Angst generalisiert besonders schnell – ein Teufelskreis, aus dem der Hund ohne Hilfe nicht herauskommt.

Aus dem zuvor Hundeverträglichen Hund wird ein richtiger Leinenpöbler oder plötzlich klappt das Busfahren nicht mehr spannungsfrei, Begegnungen mit RadfahrerInnen werden zum Spießrutenlauf, etc. ‚Social Walk in the City‘ kann hier helfen: Hund und Mensch bekommen Anleitung und Hilfestellungen bei Engpässen, wenn ein Ausweichen nicht mehr möglich ist.

In Kleinstgruppen (2-3 Mensch-Hund-Teams) lernen die Hunde Fähigkeiten wie z.B. das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Begegnung mit (fremden) Hunden auf engem Raum, entspannte Kaffeehausbesuch oder was sonst noch für die jeweiligen TeilnehmerInnen sinnvoll ist.


Auch eine Stadtrunde macht Spaß


Viel Lachen beim Kaffeehausbesuch


Öffi-Fahren in Sicherheitsposition inkl. Beißkorb – ist gar nich so schlimm!


Engstelle, fremder Hund kommt? Kein Problem

 

Gemeinsames Warten auf die UBahn. Von- und miteinander lernen!

Ort: U4/U6 Längenfeldgasse – U4 Meidling Hauptstraße – U4 Schönbrunn.
Zeit: später Nachmittag – abends unter der Woche oder vormittags am Wochenende

Weitere Informationen und Anmeldungen bitte per Mail an info@canis-sapiens.at oder telefonisch unter 0664 5043654.

Die Hundebox sinnvoll und hundegerecht verwenden

 ich hab ja ein „dynamisches trio“… 🙂

eine, die herdi-mäßig territorial reaktiv handelt,
einen, der schon schwer gebissen hat (aus tierheim, dort „abgerichtet“ und fast getötet worden) und „kein blatt vor den mund nimmt“,
und einen, der zwar grundsätzlich alles liebt, was lebt, aber mit seinem fröhlichen gewusle eher mehr aufregung reinbringt als gelassenheit fördert.

daher ist naturgemäß besuch empfangen kein zuckerschlecken… oder doch? 🙂

ich habe mich dagegen entschieden, hannes bei besuch den beißkorb anzuziehen. obwohl der beißkorb immer was positives ankündigt (spaziergang, futter,…) und er auch zu sabbern beginnt, sobald er den beißkorb sieht (pavlov sei dank :-)), hasst er ihn noch immer abgrundtief.

ein ordentliches boxentraining war mir – und hannes – bedeutend sympathischer.

also lernten die hunde auf signal „rein“ in die box (hannes) bzw. in ihren korb (baghira und nemo) zu gehen. dort gibts dann immer was leckeres zum kauen.

als auf mein „rein“ die hunde freudigst auf ihre plätze gelaufen sind – das checken die supertopcheckerdoggers gaaanz schnell – , hab ich begonnen, das auch beim (besser vor :-)) empfang von besucherInnen einzuführen.

mit großem erfolg:
wenn die menschen meine wohnung betreten sind die hunde noch glücklichst damit beschäftigt, ihr kauli zu zerteilen und zu essen. das nimmt die aufregung (kauen beruhigt wie daumenlutschen) und macht alles zu einem angenehmen ereignis (pavlov is always on your shoulder ;-)).

bei bekannten (und geliebten) menschen ist danach sowieso alles paletti und die box von hannes wird geöffnet, baghira und nemo freuen sich.

bei bekannten, aber nicht so „bevorzugten“, menschen kann hannes an einer kurzen schleppleine (zur sicherheit) aus der box, alle hunde bekommen für besuch anschauen kekse. auch das führt innerhalb kürzester zeit – wenn nicht sofort – zu relaxten hunden.

bei unbekannten menschen bleibt hannes zuerst noch in der box und alle 3 bekommen für blick zu besucherInnen click & leckerli. da ists dann schnell vorbei mit der aufregung (die ohnehin von mal zu mal weniger wird) und hänschen kann wieder an der schleppleine raus.

[ganz allgemein instruiere ich besuchspersonen natürlich im vorhinein, belohne wünschenswertes verhalten der hunde und manage, wenns notwendig sein sollte!]

die box ist immer offen… hannes legt sich oft einfach so hinein. für ihn bedeutet die box, dass etwas angenehmes bis entspannendes passiert. niemals wird er bestraft durch „einsperren“ – was er sich ohnehin nicht lange gefallen lassen würde, genau das eingesperrt werden war im tierheim das größte problem mit ihm.

auch nemo findet die box sehr einladend, und macht schon mal ein nickerchen drinnen. kein problem für hannes, er schläft inzwischen auf der couch. 🙂