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Rottweiler Marlo sucht seine Menschen

Marlo ist ein etwa 5jähriger, wunderschöner, kastrierter Rottweilerrüde, der positiv und aufgeschlossen auf Menschen zugeht, Streicheleinheiten genießt und in der Nähe von Wien untergebracht ist. In seinem bisherigen Leben lernte er nur wenig kennen, er wurde größtenteils in einem kleinen Zwinger gehalten. Wir wünschen uns ein ein ruhiges Zuhause am Land mit Garten, das hektische Leben in der Stadt würde ihn überfordern. Marlo sollte ohne andere Tiere oder Kinder leben. Der Rottweiler hatte bisher viel Pech in seinem Leben: schmerzbedingt (er hat Spondylosen)und aufgrund von hartem und gewaltsamem Umgang, wurde er – bevor ich ihn kennenlernen durfte – als aggressiv abgestempelt.

 

Gemeinsam mit engagierten TierschützerInnen konnte seine Rettung gelingen – fairer Umgang und Training durch positive Verstärkung ohne Bedrohungs- oder Strafszenarios machten aus Marlo einen neugierigen (Jung-) Hund, der vertrauensvoll die Welt entdeckt und viel dazulernt. Marlos Menschen sollten idealerweise bereits Hundeerfahrung haben und dem Um- bzw. Einzug etwas Zeit geben. Die Bereitschaft, auf seine Bedürfnisse und Möglichkeiten individuell einzugehen und vor allem im Bereich Umgang und Training dazuzulernen, ist eine Voraussetzung für die Vermittlung.

 

 

Marlo ein neues Zuhause zu geben, bedeutet bestimmt einen Mehraufwand im Vergleich zu einem Hund, der bisher viele positive Erfahrungen mit Menschen, anderen Tieren und der Umwelt machen durfte.
Es lohnt sich aber tausendfach – ein lachender und glücklicher Marlo ist das schönste Geschenk!
Er hat es sich von ganzem Herz verdient!
Wer Marlo kein Zuhause bieten kann, aber Zeit und Engagement mitbringt, kann auch mit einer Patenschaft helfen: 
Marlo freut sich über Qualitätszeit, aber natürlich auch über finanzielle Hilfe. 
Denn bis er endlich in ein Zuhause umziehen kann, wird noch Zeit vergehen und Unterbringung kostet Geld.
Daher sind UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:
Kontoinhaber: Private Tierhilfe Ungarn HYPO NÖ – Landesbank für NÖ und Wien
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Danke!

 

Rottweiler Marlo aus Ungarn zeigt Vertrauen

Eine Woche nach dem Besuch in der Tierklinik zeigt Marlo deutlich, dass ein Tierarztbesuch mit dem richtigen Training kein traumatisierendes Ereignis sein muss.

Auch ein Hund wie er, der als aggressiv abgestempelt und deshalb einen großen Teil seines bisherigen Lebens ausschließlich in einem kleinen Zwinger gehalten wurde, kann wieder lernen, dass er Menschen vertrauen kann.

Viel mehr noch, er genießt Streicheleinheiten, wuzelt sich im Wohlfühlmodus  zum ersten Mal seit ich ihn kenne und geht ganz positiv und offen auf fremde Menschen zu.

Es ist jetzt dringend an der Zeit, dass Marlo mehr neue Menschen kennenlernt – am Besten gleich SEINE neuen Menschen.

InteressentInnen, nur her mit euch! 🙂 u.aigner(ät)gmail.com

Voraussetzung: Haus (am Land) mit Garten, keine (Klein-)Kinder, da er bisher „praktisch nichts“ kennengelernt hat.

Wer Marlo kein Zuhause bieten kann, aber Zeit und Engagement mitbringt, kann auch mit einer Patenschaft helfen: 

Marlo freut sich über Qualitätszeit, aber natürlich auch über finanzielle Hilfe.


Denn bis er endlich in ein Zuhause umziehen kann, wird noch Zeit vergehen und Unterbringung und vor allem akut die Tierklinik kosten Geld.

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DANKE! 


Und hier noch die Fotostrecke vom vertrauensvollen Wuzel-Streichel-Wohlfühl-Marlo (danke an den Fotograf!):

Hilfe für Marlo in fremder Umgebung: Decke als Target

Demnächst wird Marlo veterinärmedzinisch untersucht. Zwar unter Narkose, aber er wird eine fremde Ordination betreten, bevor er die Anästhesie bekommt.

Was für andere Hunde – zwar unangenehm, aber – bekannt ist, stellt für Marlo eine Herausforderung dar (selbstverständlich sollte jeder Hund grundlegendes Tierarzttraining genießen). Denn Marlo lebte in seinem kurzen Leben bisher nahezu ausschließlich in kleinen Zwingern, teilweise auf 4m², ohne direkten Kontakt zu Menschen. Er galt als aggressiv, im Schutzhundesport erfahrene Trainer wagten nicht, mit ihm zu arbeiten. Als er zum ersten Mal wieder ins Freie durfte, musste er buchstäblich gehen lernen – fast er robbte am Bauch – weil er mit dem Untergrund und allen Umwelteinflüssen überfordert war. Hier ist seine Geschichte ausführlich nachzulesen.

Daher üben wir ganz grundlegende Abläufe:

  • In Ordination sein
  • Person nähert sich an
  • Person nähert sich an und berührt
  • Person nähert sich an und berührt mit Einmalspritze
  • Ordination betreten, während Person neben Türrahmen steht und ihn am Schenkel berührt – so soll Marlo seine Injektion bekommen

Damit Marlo sich in der fremden Ordination besser orientieren kann und ein bekanntes Ziel, also Target, vor Augen hat, trainieren wir, dass „Auf die Decke gehen“ etwas Tolles ist. So hat Marlo eine schon eine Idee davon, wohin er sich orientieren bzw. wie er sich verhalten kann.

So nebenbei lernt Marlo auch, sich nicht durch Türen durchzudrängen bzw. durchzustürmen, sondern sitzend auf ein Signal des Menschen zu warten.

Als nächstes üben wir das mal angeleint. Ob Marlo auf der Decke sitzt oder steht, spielt eine untergeordnete Rolle. Ich habe ihn aber bewusst auch im Stehen bestätigt, damit es sich vom Verhalten „Mitgehen und hinsetzen, wenn Mensch stehen bleibt“ abhebt. Wichtig ist, dass er gerne auf die Decke geht.

In der Ordination ist das alles natürlich mit Beißkorb gefragt, daher kommt der jetzt auch beim Training dazu. Marlo hat offenkundig überhaupt kein Problem damit, im Gegenteil.

Als krönenden Abschluss haben wir dann das Deckentraining in die Ordination verlegt. Zusätzlich zum bereits bekannten Ablauftraining, war heute eine fremde Person im Ordinationsraum mit dabei, die beim Annäherungstraining ohne Berühren involviert wurde.

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Marlo entwickelt sich zu einem aufgeschlossenen Hund, der die Welt in positiver Erwartung entdeckt.
In meiner Abwesenheit werden die Trainingsschritte gefestigt, eine wichtige Voraussetzung, dass ich bei meinem Besuch die Anforderungen steigern kann.

Dieser tolle Hund soll natürlich bald sein richtiges Zuhause kennenlernen:
InteressentInnen, nur her mit euch! 🙂 u.aigner(ät)gmail.com

Voraussetzung: Haus (am Land) mit Garten, keine (Klein-)Kinder, da er bisher „praktisch nichts“ kennengelernt hat.

Aber auch eine Patenschaft wäre sehr wünschenswert: Marlo freut sich über Qualitätszeit, aber natürlich auch über finanzielle Hilfe.
Denn bis er endlich in ein Zuhause umziehen kann, wird noch Zeit vergehen und Unterbringung und Untersuchungen kosten Geld.

Daher sind UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:

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Ein Hundeleben lang isoliert

Sogenannte Tierschutzhunde (aber auch andere) haben oft kein schönes Leben hinter sich: Schlechte oder zu wenig Erfahrungen mit Menschen und/oder der Umwelt drängt sie in (aus ihrer Sicht) ausweglose Situationen.

 

 

Und in solchen Situationen steigt das Stresslevel enorm, Stresshormone werden ausgeschüttet, die Wahrscheinlichkeit einer „Fight or Flight“-Reaktion ist enorm hoch. 

Hat der Hund bereits in seiner Vergangenheit gelernt, dass Aggressionsverhalten funktioniert, wird dies relativ schnell zu einer „tollen Strategie“ – aus Sicht des Hundes natürlich.

Solche Hunde erscheinen dann nicht unbedingt kontaktfreudig, so als wären sie alleine im Zwinger glücklich.
Weit gefehlt! Hunde sind hochsoziale Familienwesen, denen ein Leben ohne Sozialkontakt (ja, häufig fehlt auch innerartlicher Sozialkontakt) naturgemäß körperlich nicht schadet, aber das sie bestimmt nicht zufrieden macht.
Da bewegen wir uns dann schon fast in der „Nutz“-Tier-Haltungsdebatte, wo ja auch immer damit argumentiert wird, dass es den Tieren ja an nichts fehlt: Sie bekommen zu essen, müssen keine Kälte leiden…

Ja und? Das wäre ja gleich noch schöner, wenn dies ausreichen würde! Das kann nicht mehr als die absolute Mindestanforderung sein.

In der 2. Tierhaltungsverordnung ist wortwörtlich Sozialkontakt zu Menschen vorgeschrieben:

 

1.1. Allgemeine Anforderungen an das Halten von Hunden
(1) Hunden muss mindestens einmal täglich, ihrem Bewegungsbedürfnis entsprechend, ausreichend Gelegenheit zum Auslauf gegeben werden.
(2) Hunden, die vorwiegend in geschlossenen Räumen, z. B. Wohnungen, gehalten werden, muss mehrmals täglich die Möglichkeit zu Kot- und Harnabsatz im Freien ermöglicht werden.
(3) Hunden muss mindestens zwei Mal täglich Sozialkontakt mit Menschen gewährt werden.
(4) Wer mehrere Hunde hält, hat sie grundsätzlich in der Gruppe zu halten. Von der Gruppenhaltung darf nur dann abgesehen werden, wenn es sich um unverträgliche Hunde handelt oder wenn dies aus veterinärmedizinischen Gründen erforderlich ist.
(5) Welpen dürfen erst ab einem Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden; dies gilt nicht, wenn die Trennung aus veterinärmedizinischen Gründen zum Schutz des Muttertieres oder zum Schutz der Welpen erforderlich ist. Ist eine vorzeitige Trennung mehrerer Welpen vom Muttertier erforderlich, so sind diese bis zu einem Alter von mindestens acht Wochen gemeinsam zu halten. Eine Ausnahme ist nur dann zulässig, wenn dies dem Wohl der Tiere dient und die Personen, welche die Tiere in ihre Obhut nehmen, über die erforderlichen Möglichkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zur fachgerechten Aufzucht der Welpen verfügen.
(6) Maulkörbe müssen der Größe und Kopfform des Hundes angepasst und luftdurchlässig sein; sie müssen dem Hund das Hecheln und die Wasseraufnahme ermöglichen.

Es mag zwar Gesetze und Verordnungen geben, bei denen man die Sinnhaftigkeit hinterfragen kann, aber diese Mindestanforderung ist mehr als gerechtfertigt: Hunde sind domestizierte Tiere, dh. sie sind an ein Leben gemeinsam mit dem Menschen bestens angepasst und präferieren häufig menschliche vor hundlicher Gesellschaft. Ihnen dies vorzuenthalten, hat mit Tierschutz meiner Meinung nach wenig zu tun. Soviel zur Theorie, selbstverständlich ist es nicht einfach, Zugang zu solchen Hunden zu bekommen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Dies sollten auch immer Personen durchführen, die dementsprechend ausgebildet sind und Erfahrung haben.

 

 

Hier sind ersten Schritte des Vertrauensaufbaus bei der Hündin Susi (hier ihre Vorgeschichte) zu sehen. Achtung: Jeder Hund ist eine eigene Persönlichkeit, hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht und daher verläuft die Phase des Vertrauensaufbaus bei jedem Hund anders.

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Im Fall von Rottweiler Marlo, hier seine Geschichte, waren die Umstände sehr ungünstig, weshalb das Training etwas anders verlief. Im folgenden Video sieht man schon etwas fortgeschrittene Übungen, die Marlo zuerst mit mir gelernt hat, mit einer ihm fremden Person. Ein Auslauf war zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich.

[evideo id=“qK6wvhew2D0″ site=“youtube“ autoplay=“0″ /]

 

Es ist sehr sinnvoll, dass zuerst eine qualifizierte Person positiven Zugang zum Hund erreicht, damit man dem Hund überhaupt die Möglichkeit geben kann, Vertrauen zu fassen: Zuviele Köche verderben den Brei! Doch je nach Situation in unterschiedlichen Stufen ist es sogar sehr sinnvoll, andere Personen einzubinden. Es soll schließlich nicht so sein, dass der Hund nur zu einem Menschen Vertrauen fasst.

Im folgenden Video wird Marlo zum ersten Mal das Brustgeschirr angelegt.

 

[evideo id=“TWaFH-sq7wY“ site=“youtube“ autoplay=“0″ /]

 

Voraussetzungen waren in seinem Fall:

  • positive Assoziation mit meiner Anwesenheit im Zwinger
  • positive Assoziation mit Anblick des Brustgeschirrs
  • positive Assoziation mit Bewegungen der Hand/des Brustgeschirrs im Brustkorbbereich
  • Verhalten „Kopf durch Schlaufe stecken“ positiv erlernt

 

Dadurch dass ich eine supertolle Unterkunft für Marlo organisieren konnte, entwickelt er sich prächtig, wie hier nachzulesen ist.
Die zuständigen Betreuungspersonen können ihm inzwischen ganz selbstverständlich das Brustgeschirr anlegen und mit ihm in den Auslauf gehen. Das klappt jetzt, nicht weil Marlo kein Problem hat, sondern weil er schön Schritt für Schritt lernen durfte. Weniger ist mehr!

Mir tut es im Herzen weh, wenn ich mitbekomme, dass manche Hunde „aufgegeben“ werden, oder erst gar nicht begonnen wird, mit ihnen zu arbeiten, weil es sich nicht „auszahlt“. Sicher muss man bei solchen Hunden mal eine gewisse Hürde überwinden und es geht nicht so bequem und schnell wie mit anderen. Aber hat man als TrainerIn nicht genau bei solchen Hunden die Verpflichtung, sich einzusetzen bzw. Hilfe zu organisieren?

 

Die Erfahrung zeigt: Ist erstmal das erste Eis bei einer Person gebrochen, ist das Kennenlernen von anderen engagierten Menschen weitaus einfacher und sollte unbedingt – unter Anleitung – stattfinden. Der Aufwand ist auf alle Fälle gerechtfertigt und alle involvierten Menschen profitieren davon – der Hund sowieso.

 

Rottweiler Marlo lernt … Vertrauen

Der heutige Besuch bei Marlo, dem Rottweiler aus Ungarn, war wieder äußerst erfreulich. 🙂

Für alle Neu-EinsteigerInnen im Bericht über Marlos Leben, hier ist seine Geschichte nachzulesen

Es ging wieder ins Freie. 🙂


Auf dem Weg in den Auslauf entdeckt Marlo eine interessante Stelle.

 

Ruhiges Training: Marlo wartet auf die Beißkorbübung

Auch als ein anderer Hund am Zaun vorbeiging, ließ sich Marlo, kurzfristig wieder angeleint, sehr gut umlenken.
Es ist sehr schön mitzuerleben, wie dankbar Marlo die Hilfe annimmt.


Marlo lernt Vertrauen.

 

Marlo genießt sein neues Leben, bekommt auch in meiner Abwesenheit Auslauf und erlebt freundliche und nette menschliche Gesellschaft.

Marlo hat es sich verdient, bald jemanden kennenzulernen, der oder die ihm ein schönes und liebevolles Zuhause geben kann.

 

Da er so wenig kennengelernt hat, ist ein Haus (am Land) mit Garten Voraussetzung, keine (Klein-)Kinder. Ein Kennenlernen wäre ab sofort möglich, Marlo braucht Zeit, um Vertrauen zu fassen.

Doch bis zu einer erfolgreichen Vermittlung wird noch Zeit vergehen und die Unterbringung in Österreich kostet – genauso wie in Ungarn – Geld.

Zudem stehen derzeit medizinische Untersuchungen an.

 

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Erster Besuch bei Marlo seit dem Umzug

Heute war es endlich soweit: Der erste Besuch bei Marlo seit dem Umzug.

Marlo präsentiert sich vorbildlich, seine Erwartungshaltung bei Öffnen der Zwingertür ist absolut positiv.Wir haben heute ein kleines „Warm-Up“ gemacht. Dh, ob die Basics, bei denen wir im Herbst 2014 in Ungarn aufgehört hatten, möglich und „abrufbar“ sind.

Und ja, das waren sie. 🙂

 

Marlo fand es ziemlich gut, dass ich zu ihm in den Zwinger kam. Auch mit den  Anwesenden außerhalb und mit der Filmerin wurde“geliebäugelt“.

Zuerst habe ich mal geschaut, wie Marlo auf die Moxon-Leine reagiert – die kann ich im Zweifelsfall vergleichsweise schnell entfernen.
Aber alles kein Thema.

Dann ging’s also gleich ans Brustgeschirr anziehen.

Und weil wir grad dabei waren: die Verbeugung hat Marlo so nebenbei auch gelern
Hat wunderbar geklappt.

Marlo ist sichtlich sehr erfreut. 🙂 Und kann die nächste Übung kaum erwarten.

Ein bisschen Mundschutz -(also Beißkorb-)Training.

Kurz mal angeleint im Innen- (und ohne Foto auch im Außen-)Bereich des Zwingers herumgehen.

Was Spannendes und was zum Spielen gab’s auch, Marlo findet den Kong voll top. 🙂

Marlo mag seinen „neuen“ Namen inzwischen sehr gerne: wenn er seinen Namen hört, dreht er sich interessiert und mit einem Lächeln um. 🙂

Für diejenigen, die Marlos Geschichte noch nicht kennen, hier ist der Artikel, in dem ich die wichtigsten Eckdaten zusammengefasst habe.Genauso wie die Tierpension in Ungarn kostet die Unterbringung hier in Österreich natürlich auch Geld.
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Zwischenziel erreicht: Marlo ist umgezogen!

Heute war es endlich soweit: Die Überstellung von Marlo aus der ungarischen Tierpension in eine sehr gute Unterbringung in Österreich ist geglückt.

Marlo in seiner Transportbox vor der Abfahrt. Er wohnt ab jetzt in einem konfortablen und vor allem großen Zwinger mit Innen- und Außenbereich und wird bestmöglich versorgt.

Davor lebte er auf 6m² ohne echten Innenbereich, im letzten jahr verließ er seinen Zwinger nur 4 Mal.

Wie es dazu kam?
In einem Artikel habe ich Marlos Geschichte inkl. Bildern und Videos zusammengefasst.

Danke für den Einsatz aller Beteiligten, der Marlo das Leben gerettet hat: ehemals abgestempelt als gefährlich und aggressiv, zeigt er sich durch Umgang und Training basierend auf positiver Verstärkung sehr freundlich und lernwillig.

Auch fremde Personen bringen Marlo
im neuen Zuhause nicht aus der Ruhe.


Diese Zeiten sind zum Glück vorbei.
Strafbasiertes Training durch Bedrohen, Zischen, Rucken, Treten, Gegenstände nach ihm werfen oder Schlimmeres sind eben keine gute Grundlage für ein freundliches Annähern oder gar eine harmonische Beziehung.


Marlo bei einem seiner 4 Freigänge
in Ungarn innerhalb eines Jahres

Ein wichtiges Zwischenziel ist erreicht! Langfristig sind wir auf der Suche nach einem Lebensplatz für Marlo. InteressentInnen mit Hundeerfahrung können und sollen sich gerne melden, zB via Email an u.aigner@gmail.com. Voraussetzung: Haus mit Garten, alles weitere dann persönlich.

Genauso wie die Tierpension in Ungarn kostet die Unterbringung hier in Österreich natürlich auch Geld.
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Hier auf dem Blog werde ich regelmäßig Neuigkeiten, Ereignisse und Fortschritte veröffentlichen. Ich bin sehr erleichtert, dass diese Hürde überwunden ist. 🙂 

Mein „untoter“ Hund und sein „Gehirntumor“

Seit März 2012 lebt Rotti-Schäfer-Mix Heinzi (um keine Verwirrung zu stiften: Heinzi = Hannes = Hans Black = Blacky) in unserer „wilden WG“. Heinzi hat deshalb auch den Beinamen „Untoter“, weil er Anfang 2011 hätte getötet werden sollen, und zwar in einem Tierheim. Begründung: Gehirntumor, weil der Hund unberechenbar sei und auch schwer gebissen hat. Zumindest sei er einfach bösartig. 

 

[Genaueres zu Heinzis „Abrichtevergangenheit“, die ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist und seinen Entwicklungen findet Ihr hier:
http://canissapiens-hundetraining.blogspot.co.at/2012/04/besuch-bei-tierarztin-uber.html
http://canissapiens-hundetraining.blogspot.co.at/2012/05/aggression-weshalb-unterordnunggehorsam.html
http://canissapiens-hundetraining.blogspot.co.at/2013/03/hannes-lebt-seit-einem-jahr-bei-uns.html]

 

Heinzi (und seinem Gehirntumor 🙂 ) geht es inzwischen sehr gut. Die vermeintliche Unberechenbarkeit, die sich laut TierheimmitarbeiterInnen unter anderem dadurch gezeigt haben soll, dass Heinzi sich auf den Rücken wirft, dann aber auf Streicheln mit Aufspringen und Knurren reagiert, soll also deutliches Zeichen eines Gehirntumors sein. Der Amtstierarzt war sich seiner Sache sehr sicher, denn er wollte Heinzis Lebensrettung mit allen Mitteln verhindern.

Äääähhhhm, tja, was soll ich da als Hundetrainerin sagen???
Vielleicht war dieses auf den Rücken werfen keine Einladung zum Streicheln, sondern submissives Verhalten?
Vielleicht wollte er sogar wirklich gestreichelt werden, die Grenze, wann es ihm genug an Nähe ist, wurde aber nicht (an-)erkannt. 

 

Ich kann mir durchaus beides vorstellen.
Einerseits wurde mir erzählt, wie sich Heinzi noch im Tierheim lebend beim Heben einer Hand demütig auf den Rücken fallen ließ.
Andererseits ist Heinzi ein absolut liebenswerter Schmuser, der sich dadurch aber in Situationen bringt, die ihm dann doch unheimlich oder zuviel sein können – je nachdem, wie gut er die Menschen kennt bzw. wie gut die Menschen auf sein Ausdrucksverhalten achten (bzw. es überhaupt lesen können).

 

3-4 Mal seit Heinzi bei mir lebt, konnte ich mit eigenen Augen sehen, wie er sich von einer ihm bekannten Person streicheln lässt, dann aber plötzlich aufspringt und knurrt. Er ließ sich immer durch ein nettes „Heinzi, komm da her“ von mir abrufen und zeigte im Anschluss kein problematisches Verhalten. In jedem Fall lehnte sich die Person entweder leicht über ihn, blickte ihm in die Augen oder reagierte auf Heinzis Beschwichtigungsverhalten (Nase lecken, Schlucken) nicht adäquat – nämlich mit Streicheln aufhören! Ich lasse Heinzi selbstverständlich an sich von niemandem einfach so streicheln]

 

Wenn Heinzi heute von geliebten Menschen gestreichelt wird, sieht er so aus: 🙂

Flathead Heinzi hat keinen Grund zu beschwichtigen, denn er hat gelernt, manchen Menschen auch zu vertrauen.

„Ich bin sooooo lieb“, sagt Heinzi vertrauensvoll. Denn er kann sich darauf verlassen, dass er nicht mit Nähe überfordert wird.

Aber das Zusammenleben mit Heinzi ist anders, als mit einem „normalen“ Hund (gibt es so einen?).
Leider hat er in seiner dunklen Vergangenheit vor allem in Konflikt- oder Stresssituationen gelernt, dass ihm Aggressionsverhalten eine Erleichterung bringt. Danke an alle Rangordnungs- und DominanzfanatikerInnen, die auf absoluten Gehorsam und Hunde abrichten stehen:

 

Ihr habt Heinzi zu dem gemacht, was er heute ist: Ein schnell gestresstes Nervenbündel, in dessen Kopf Aggressionsverhalten überrepräsentiert ist.

 

Aber auch das ist bereits kein Vergleich mehr zur Anfangszeit bei mir (subjektiv ist frau ja immer kritischer, objektive Aufzeichnungen belegen die Fortschritte). Heinzi ist auch beim Besuch fremder Menschen lenkbar [selbstverständlich mit Sicherheitsmaßnahmen], ist schon U-Bahn gefahren und kommt überhaupt mit seinem Leben viel besser klar.

 

UND: Heinzi ist einer der besten Lehrmeister, den sich eine Hundetrainerin wünschen kann. 🙂

Reaktive Hunde – Erfolge durch belohnungsbasiertes und bedürfnisorientiertes Training

Nomen est omen: reaktive Hunde heißen nicht ohne Grund so… Sie reagieren auf mehr oder weniger viele Umweltreize mit Aggressionsverhalten. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben: Schlechte Erfahrungen, aversive Trainingsmethoden, Überforderung, Krankheiten… Ich möchte mich hier hauptsächlich auf mangelhafte Sozialisation beziehen (über den Einfluss aversiver Trainingsmethoden auf das hundliche Verhalten habe ich bereits einige Blogeinträge verfasst). 

Oft leben reaktive Hunde in Situationen, auf die sie in ihrer Kindheit nicht vorbereitet wurden. Am Land aufgewachsen mit wenig Menschenkontakt ist es nicht verwunderlich, dass ein Leben als erwachsener Hund in der Großstadt mehr als stressig ist. Mangelhafte Sozialisation (Gewöhnung an belebte Umwelt) und Habituation (Gewöhnung an unbelebte Umwelt) sind dafür verantwortlich, dass die Hunde auf unbekannte Reize ängstlich reagieren. Aus dieser Angst heraus entwickelt sich sehr schnell ein Teufelskreis – in Richtung Selbstverteidigung, sprich Aggressionsverhalten.

In den ersten Wochen in der städtischen Umgebung sind die Hunde oft noch so überwältigt und eingeschüchtert von den vielen Eindrücken, dass sie „keine Reaktion“ (aus Sicht der BesitzerInnen, also kein Bellen, Knurren, in die Leine springen, Zähne zeigen, Schnappen,…) zeigen und vermeintlich „sooo brav“ sind.

Das ist jedoch nur die Ruhe vor dem Sturm. Sind Umstellung und erster Schock mal verarbeitet, machen viele Hunde die Erfahrung, dass sie sich selbst durch Aggressionsverhalten Erleichterung verschaffen können:
Denn die Funktion von Aggressionsverhalten ist eine Distanzvergrößerung zum Auslöser: Fremde Menschen weichen aus, andere Hunde ziehen sich zurück oder werden an der Leine schnell weggezogen, wenn sich der eigene Hund knurrend in die Leine wirft.
Aber auch in Situationen, in denen Menschen, Hunde, Autos … (oder worauf auch immer der Hund reaktiv reagiert) sowieso vorbeigehen, wie beispielsweise am Gartenzaun, wird der funktionale Verstärker bedient: die auslösenden Reize verschwinden, wenn der Hund sich aufregt.
Zu allem Unglück reagieren die meisten BesitzerInnen – verständlicherweise – intuitiv falsch; sie werden hektisch, ziehen an der Leine, schimpfen, … und alles wird immer schlimmer. Der öffentlich soziale Druck ist groß, wer möchte schon einen „aggressiven und gefährlichen“ Hund haben bzw. von Fremden darauf aufmerksam gemacht werden???

Das Training von reaktiven Hunden kommt völlig ohne Leinenruck, Geschrei, Alpha-Würfe oder sonstige (Nieren-)Sticheleien (jaaa… ich meine Cesar Millan’s Kicks!) aus. Die Hunde sollen schließlich lernen, mit den Angstauslösern gut leben zu können und Vertrauen in ihre Menschen gewinnen. Problematisches Verhalten durch Strafe kaschieren bzw. unterdrücken sieht nur im ersten Moment (für Laien) „gut“ aus, der Hund fühlt sich noch immer völlig überfordert (durch die Bestrafung noch schlimmer) und traut sich nur nicht mehr, seine Gefühle zu zeigen.

Durch positive Verstärkung (Clicker- bzw. Markertraining), Stressreduktionsmaßnahmen und Management hat der Malinois-Mischling Apollo gelernt, dass er nicht mehr *Alles* anschreien, anbellen oder anspringen muss, das sich im Freien bewegt. Inzwischen sind wir schon so weit im Training, dass ein „normaler“ Trainingsspaziergang „wenig hergibt“ und wir bereits Cafe-Besuche machen können mit einem entspannten Apollo.

Im Bauhaus ist alles unaufregend…

Zwischendurch mal Belohnen für den braven Bub!

Während Frauerl auf der einen Seite sucht, hat Apollo was Interessantes in der Nase…

Beißkorbtraining musss auch sein… 🙂 Aber alles positiv!

Cafe-Haus-Liegen ist laaangweilig…

Zum Glück ist Apollo kamerageil und freut sich, ein so großer Star zu sein.

Wenns mal wieder länger dauert… 

Frauchen ist doch die Beste!!!

Die Golden Retriever-Hündin Fee ist noch am Anfang des Trainings. Sie lebte lange Jahre am Land und ist erst seit ein paar Monaten in der Großstadt Wien. Vorbeigehende Hunde und vor allem Menschen springt sie mit enormer Kraft an und regt sich sehr auf. Ja, genau, es hängt eben nicht von der Rasse ab, ob ein Hund unerwünschtes Aggressionsverhalten zeigt.
Auch Fee hat inzwischen schon große Fortschritte gemacht, sie lernt, den Entscheidungen ihres Frauchens zu vertrauen und die Umwelt nicht mehr so furchtbar zu finden. Und ihr Frauchen weiß endlich, wie sie Fee am Besten unterstützen und helfen kann. 🙂

Fee lernt, sich an ihrem Frauchen zu orientieren…

… anstatt alles selbst in die Pfote zu nehmen.

„Ich sehe fremde Menschen!“

„Mami sagt, das ist OK…“

Fee und ihre Menschin machen angenehme Erfahrungen.

Trainieren statt dominieren!!!

Unterstützerin bei „Trainieren statt dominieren – Gegen Gewalt in der Hundeerziehung“

Als mitglied der „pet professional guild“ und dem „kollegenkreis gewaltfreies hundetraining“ stehe ich ohnehin für gewaltfreiheit und positive verstärkung.

und seit heute bin ich unterstützerin von „trainieren statt dominieren – gegen gewalt in der hundeerziehung“… eine tolle initiative!