Schlagwort-Archiv: Aggressionsverhalten

Rotti Marlo wird für den Tierarzt vorbereitet

Seit seinem Zwingerdasein in Ungarn hat sich für Marlo viel verändert: Er hat viel mehr Platz und vor allem einen warmen Innenbereich, er lernt liebe und engagierte Menschen kennen, die ihm in kleinen Schritten das Leben zeigen. Marlo wird hundegerecht beschäftigt und bekommt Auslauf – das alles wahrscheinlich zum ersten Mal in seinem Leben. 

Marlo soll in den nächsten Wochen tierärztlich untersucht werden: Blutbild, Röntgen, etc. stehen an. 
Die Gewöhnung an einen Maulkorb ist da Voraussetzung. Kleine Schritte im Training machen sich bezahlt.

Um Marlo (und uns 🙂 ) den Tierarztbesuch zu erleichtern, trainierten wir ein paar grundlegende Abläufe. Auch hier bildete das kleinschrittige Training eine gute Vertrauensbasis, er durfte jeden Teilschritt zum Ziel langsam und positiv kennenlernen: 
In Ungarn bereits positiv assoziiert:

  •  Mensch außerhalb vom Zwinger 
  • Mensch im Zwinger
  • Kopf durch Schlaufe stecken
  • Brustgeschirr anlegen mit allen Zwischenschritten

 

Aber nun zu den jetzigen Trainingsschritten:

  • Auf Waage setzen: Marlo wiegt über 41 kg
  • Durch Ordinationsraum gehen
  • Im Ordinationsraum hinsetzen
  • Annäherung einer Person
  • Annäherung einer Person und Berührung
  • Annäherung einer Person mit Stethoskop
  • Annäherung einer Person mit Stethoskop und Berührung damit

 

 

Das ist aber teilweise – zumindest für diesen – Tierarztbesuch „nicht notwendig“, da Marlo unter Narkose untersucht werden wird. Dennoch kann’s nicht schaden. Die Narkosespritze soll „im Vorbeigehen“ gegeben werden, daher folgender Ablauf:

  • Ordinationsraum betreten, Mensch steht direkt hinter Tür
  • Ordinationsraum betreten, Mensch steht direkt hinter Tür und berührt Marlo am Hinterschenkel
  • Ordinationsraum betreten, Mensch steht direkt hinter Tür und berührt Marlo mit einer Einmalspritze

Ein Hundeleben lang isoliert

Sogenannte Tierschutzhunde (aber auch andere) haben oft kein schönes Leben hinter sich: Schlechte oder zu wenig Erfahrungen mit Menschen und/oder der Umwelt drängt sie in (aus ihrer Sicht) ausweglose Situationen.

 

 

Und in solchen Situationen steigt das Stresslevel enorm, Stresshormone werden ausgeschüttet, die Wahrscheinlichkeit einer „Fight or Flight“-Reaktion ist enorm hoch. 

Hat der Hund bereits in seiner Vergangenheit gelernt, dass Aggressionsverhalten funktioniert, wird dies relativ schnell zu einer „tollen Strategie“ – aus Sicht des Hundes natürlich.

Solche Hunde erscheinen dann nicht unbedingt kontaktfreudig, so als wären sie alleine im Zwinger glücklich.
Weit gefehlt! Hunde sind hochsoziale Familienwesen, denen ein Leben ohne Sozialkontakt (ja, häufig fehlt auch innerartlicher Sozialkontakt) naturgemäß körperlich nicht schadet, aber das sie bestimmt nicht zufrieden macht.
Da bewegen wir uns dann schon fast in der „Nutz“-Tier-Haltungsdebatte, wo ja auch immer damit argumentiert wird, dass es den Tieren ja an nichts fehlt: Sie bekommen zu essen, müssen keine Kälte leiden…

Ja und? Das wäre ja gleich noch schöner, wenn dies ausreichen würde! Das kann nicht mehr als die absolute Mindestanforderung sein.

In der 2. Tierhaltungsverordnung ist wortwörtlich Sozialkontakt zu Menschen vorgeschrieben:

 

1.1. Allgemeine Anforderungen an das Halten von Hunden
(1) Hunden muss mindestens einmal täglich, ihrem Bewegungsbedürfnis entsprechend, ausreichend Gelegenheit zum Auslauf gegeben werden.
(2) Hunden, die vorwiegend in geschlossenen Räumen, z. B. Wohnungen, gehalten werden, muss mehrmals täglich die Möglichkeit zu Kot- und Harnabsatz im Freien ermöglicht werden.
(3) Hunden muss mindestens zwei Mal täglich Sozialkontakt mit Menschen gewährt werden.
(4) Wer mehrere Hunde hält, hat sie grundsätzlich in der Gruppe zu halten. Von der Gruppenhaltung darf nur dann abgesehen werden, wenn es sich um unverträgliche Hunde handelt oder wenn dies aus veterinärmedizinischen Gründen erforderlich ist.
(5) Welpen dürfen erst ab einem Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden; dies gilt nicht, wenn die Trennung aus veterinärmedizinischen Gründen zum Schutz des Muttertieres oder zum Schutz der Welpen erforderlich ist. Ist eine vorzeitige Trennung mehrerer Welpen vom Muttertier erforderlich, so sind diese bis zu einem Alter von mindestens acht Wochen gemeinsam zu halten. Eine Ausnahme ist nur dann zulässig, wenn dies dem Wohl der Tiere dient und die Personen, welche die Tiere in ihre Obhut nehmen, über die erforderlichen Möglichkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zur fachgerechten Aufzucht der Welpen verfügen.
(6) Maulkörbe müssen der Größe und Kopfform des Hundes angepasst und luftdurchlässig sein; sie müssen dem Hund das Hecheln und die Wasseraufnahme ermöglichen.

Es mag zwar Gesetze und Verordnungen geben, bei denen man die Sinnhaftigkeit hinterfragen kann, aber diese Mindestanforderung ist mehr als gerechtfertigt: Hunde sind domestizierte Tiere, dh. sie sind an ein Leben gemeinsam mit dem Menschen bestens angepasst und präferieren häufig menschliche vor hundlicher Gesellschaft. Ihnen dies vorzuenthalten, hat mit Tierschutz meiner Meinung nach wenig zu tun. Soviel zur Theorie, selbstverständlich ist es nicht einfach, Zugang zu solchen Hunden zu bekommen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Dies sollten auch immer Personen durchführen, die dementsprechend ausgebildet sind und Erfahrung haben.

 

 

Hier sind ersten Schritte des Vertrauensaufbaus bei der Hündin Susi (hier ihre Vorgeschichte) zu sehen. Achtung: Jeder Hund ist eine eigene Persönlichkeit, hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht und daher verläuft die Phase des Vertrauensaufbaus bei jedem Hund anders.

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Im Fall von Rottweiler Marlo, hier seine Geschichte, waren die Umstände sehr ungünstig, weshalb das Training etwas anders verlief. Im folgenden Video sieht man schon etwas fortgeschrittene Übungen, die Marlo zuerst mit mir gelernt hat, mit einer ihm fremden Person. Ein Auslauf war zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich.

[evideo id=“qK6wvhew2D0″ site=“youtube“ autoplay=“0″ /]

 

Es ist sehr sinnvoll, dass zuerst eine qualifizierte Person positiven Zugang zum Hund erreicht, damit man dem Hund überhaupt die Möglichkeit geben kann, Vertrauen zu fassen: Zuviele Köche verderben den Brei! Doch je nach Situation in unterschiedlichen Stufen ist es sogar sehr sinnvoll, andere Personen einzubinden. Es soll schließlich nicht so sein, dass der Hund nur zu einem Menschen Vertrauen fasst.

Im folgenden Video wird Marlo zum ersten Mal das Brustgeschirr angelegt.

 

[evideo id=“TWaFH-sq7wY“ site=“youtube“ autoplay=“0″ /]

 

Voraussetzungen waren in seinem Fall:

  • positive Assoziation mit meiner Anwesenheit im Zwinger
  • positive Assoziation mit Anblick des Brustgeschirrs
  • positive Assoziation mit Bewegungen der Hand/des Brustgeschirrs im Brustkorbbereich
  • Verhalten „Kopf durch Schlaufe stecken“ positiv erlernt

 

Dadurch dass ich eine supertolle Unterkunft für Marlo organisieren konnte, entwickelt er sich prächtig, wie hier nachzulesen ist.
Die zuständigen Betreuungspersonen können ihm inzwischen ganz selbstverständlich das Brustgeschirr anlegen und mit ihm in den Auslauf gehen. Das klappt jetzt, nicht weil Marlo kein Problem hat, sondern weil er schön Schritt für Schritt lernen durfte. Weniger ist mehr!

Mir tut es im Herzen weh, wenn ich mitbekomme, dass manche Hunde „aufgegeben“ werden, oder erst gar nicht begonnen wird, mit ihnen zu arbeiten, weil es sich nicht „auszahlt“. Sicher muss man bei solchen Hunden mal eine gewisse Hürde überwinden und es geht nicht so bequem und schnell wie mit anderen. Aber hat man als TrainerIn nicht genau bei solchen Hunden die Verpflichtung, sich einzusetzen bzw. Hilfe zu organisieren?

 

Die Erfahrung zeigt: Ist erstmal das erste Eis bei einer Person gebrochen, ist das Kennenlernen von anderen engagierten Menschen weitaus einfacher und sollte unbedingt – unter Anleitung – stattfinden. Der Aufwand ist auf alle Fälle gerechtfertigt und alle involvierten Menschen profitieren davon – der Hund sowieso.

 

Rottweiler Marlo aus Ungarn. Wie ein Welpe…

… erkundet er die Welt und es ist eine Freude, ihm dabei zuzusehen. 🙂

Marlo lebte in seinem kurzen Leben nahezu ausschließlich in kleinen Zwingern, teilweise auf 4m², das letzte Jahr auf 6m².
Marlo galt als aggressiv, im Schutzhundesport erfahrene Trainer wagten nicht, mit ihm zu arbeiten. Als er zum ersten Mal wieder ins Freie durfte, musste er buchstäblich gehen lernen (er robbte fast am Bauch), weil er mit dem Untergrund und allen Umwelteinflüssen überfordert war.

Marlo zeigt ausgeprägtes Interesse an seiner Umwelt und findet den Tunnel zum Durchlaufen toll.

 

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Er lernt, gemeinsam interessante Dinge zu finden und zu kooperieren:

 

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Apportieren:

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Beißkorbtraining fast abgeschlossen:

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Berührung an Kopf oder Hals ist kein Problem mehr für Marlo, also kommt mal der Rücken dran:

 

 

Marlo gibt die Pfote:

 

Marlo ist einfach freundlich:

Jetzt wird es Zeit, für diesen tollen Hund auch ein richtiges Zuhause zu finden.
InteressentInnen, nur her mit euch! Bitte an: u.aigner@gmail.com 

Voraussetzung: Haus (am Land) mit Garten, keine (Klein-)Kinder, da er bisher „praktisch nichts“ kennengelernt hat.

 

Aber auch eine Patenschaft wäre sehr wünschenswert: Marlo freut sich über Qualitätszeit, aber natürlich auch über finanzielle Hilfe. Denn bis er endlich in ein Zuhause umziehen kann, wird noch Zeit vergehen und die Unterbringung in Österreich kostet – genauso wie in Ungarn – Geld. Daher sind finanzielle UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:

 

Kontoinhaber: Private Tierhilfe Ungarn HYPO NÖ – Landesbank für NÖ und Wien   
AT16 5300 0032 5502 1086   
HYPNATWW   
Kennwort Marlo 

 

DANKE AN ALLE UNTERSTÜTZER_INNEN!

… to be continued …

Marlo freut sich

Marlo zu besuchen, bereitet ja immer Freude. Dass die Freude auch auf seiner Seite ist, zeigt er inzwischen sehr deutlich: Freuden-Sprünge, Winseln, Streicheln lassen… und das auch bei seinen BetreuerInnen. Nettes Zusatz-Feature: Er kann Sitzen auf Signal, auch wenn er sich freut. 🙂

 

Marlo lebte in seinem kurzen Leben nahezu ausschließlich in kleinen Zwingern, das letzte Jahr auf 6m². Marlo galt als aggressiv, im Schutzhundesport erfahrene Trainer wagten nicht, mit ihm zu arbeiten. Als er zum ersten Mal wieder ins Freie durfte, musste er buchstäblich gehen lernen (er robbte fast am Bauch), weil er mit dem Untergrund und allen Umwelteinflüssen überfordert war.

 

Aber nun zum heutigen Besuch:

Maulkorb-Training: Ein paar Schritte gehen und Riemen um Nacken legen, ohne Verschließen.

 

 

Marlo ist ein ganz lieber, offener und freundlicher Hund und genießt auch ein paar Streicheleinheiten.

 

 

Marlo reagiert auch bereits viel besser und kann sich länger konzentrieren. Anfangs war er ja so überwältigt, dass er sich von manchen Reizen kaum lösen konnte, an ein lockeres Wegrufen wär da nicht zu denken gewesen.

Als netten Abschluß durfte Marlo in eine Box in einem Auto springen und dort Kekse suchen. Und weil er das so toll fand, noch ein zweites Mal. Schön, dass ihn der Transport in der Box aus Ungarn nicht verängstigte. 🙂

 

Ein Wahnsinn, wie großartig Marlo sich entwickelt.

Und dieser tolle Hund soll natürlich auch ein richtiges Zuhause bekommen.
InteressentInnen, nur her mit euch! 🙂 u.aigner(ät)gmail.com

Voraussetzung: Haus (am Land) mit Garten, keine (Klein-)Kinder, da er bisher „praktisch nichts“ kennengelernt hat.

Doch bis dahin wird noch Zeit vergehen und die Unterbringung in Österreich kostet – genauso wie in Ungarn – Geld.

 

Daher sind finanzielle UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:

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DANKE AN ALLE UNTERSTÜTZERINNEN!

Rottweiler Marlo lernt … Vertrauen

Der heutige Besuch bei Marlo, dem Rottweiler aus Ungarn, war wieder äußerst erfreulich. 🙂

Für alle Neu-EinsteigerInnen im Bericht über Marlos Leben, hier ist seine Geschichte nachzulesen

Es ging wieder ins Freie. 🙂


Auf dem Weg in den Auslauf entdeckt Marlo eine interessante Stelle.

 

Ruhiges Training: Marlo wartet auf die Beißkorbübung

Auch als ein anderer Hund am Zaun vorbeiging, ließ sich Marlo, kurzfristig wieder angeleint, sehr gut umlenken.
Es ist sehr schön mitzuerleben, wie dankbar Marlo die Hilfe annimmt.


Marlo lernt Vertrauen.

 

Marlo genießt sein neues Leben, bekommt auch in meiner Abwesenheit Auslauf und erlebt freundliche und nette menschliche Gesellschaft.

Marlo hat es sich verdient, bald jemanden kennenzulernen, der oder die ihm ein schönes und liebevolles Zuhause geben kann.

 

Da er so wenig kennengelernt hat, ist ein Haus (am Land) mit Garten Voraussetzung, keine (Klein-)Kinder. Ein Kennenlernen wäre ab sofort möglich, Marlo braucht Zeit, um Vertrauen zu fassen.

Doch bis zu einer erfolgreichen Vermittlung wird noch Zeit vergehen und die Unterbringung in Österreich kostet – genauso wie in Ungarn – Geld.

Zudem stehen derzeit medizinische Untersuchungen an.

 

Daher sind finanzielle UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:

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Marlo auf der Wiese

Heute war es endlich soweit: Der langersehnte Freilauf auf einer großen Wiese! 🙂 

Noch im Außenbereich des Zwingers wartet Marlo brav darauf, angeleint zu werden:

 

Der schönste Moment:  


Gemeinsames Suchspiele:

Sehr aufmerksam, zwischen den Erkundungsläufen:

Warten bevor es wieder zurück geht: 

Marlo geht es wirklich hervorragend, besonders auch Dank der tollen Betreuung vor Ort. 🙂

Genauso wie die Tierpension in Ungarn kostet die Unterbringung hier in Österreich natürlich auch Geld. Zudem stehen derzeit medizinische Untersuchungen bzw. eine Kastration an. Daher sind finanzielle UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:
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Erster Besuch bei Marlo seit dem Umzug

Heute war es endlich soweit: Der erste Besuch bei Marlo seit dem Umzug.

Marlo präsentiert sich vorbildlich, seine Erwartungshaltung bei Öffnen der Zwingertür ist absolut positiv.Wir haben heute ein kleines „Warm-Up“ gemacht. Dh, ob die Basics, bei denen wir im Herbst 2014 in Ungarn aufgehört hatten, möglich und „abrufbar“ sind.

Und ja, das waren sie. 🙂

 

Marlo fand es ziemlich gut, dass ich zu ihm in den Zwinger kam. Auch mit den  Anwesenden außerhalb und mit der Filmerin wurde“geliebäugelt“.

Zuerst habe ich mal geschaut, wie Marlo auf die Moxon-Leine reagiert – die kann ich im Zweifelsfall vergleichsweise schnell entfernen.
Aber alles kein Thema.

Dann ging’s also gleich ans Brustgeschirr anziehen.

Und weil wir grad dabei waren: die Verbeugung hat Marlo so nebenbei auch gelern
Hat wunderbar geklappt.

Marlo ist sichtlich sehr erfreut. 🙂 Und kann die nächste Übung kaum erwarten.

Ein bisschen Mundschutz -(also Beißkorb-)Training.

Kurz mal angeleint im Innen- (und ohne Foto auch im Außen-)Bereich des Zwingers herumgehen.

Was Spannendes und was zum Spielen gab’s auch, Marlo findet den Kong voll top. 🙂

Marlo mag seinen „neuen“ Namen inzwischen sehr gerne: wenn er seinen Namen hört, dreht er sich interessiert und mit einem Lächeln um. 🙂

Für diejenigen, die Marlos Geschichte noch nicht kennen, hier ist der Artikel, in dem ich die wichtigsten Eckdaten zusammengefasst habe.Genauso wie die Tierpension in Ungarn kostet die Unterbringung hier in Österreich natürlich auch Geld.
Daher sind finanzielle UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:

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Zwischenziel erreicht: Marlo ist umgezogen!

Heute war es endlich soweit: Die Überstellung von Marlo aus der ungarischen Tierpension in eine sehr gute Unterbringung in Österreich ist geglückt.

Marlo in seiner Transportbox vor der Abfahrt. Er wohnt ab jetzt in einem konfortablen und vor allem großen Zwinger mit Innen- und Außenbereich und wird bestmöglich versorgt.

Davor lebte er auf 6m² ohne echten Innenbereich, im letzten jahr verließ er seinen Zwinger nur 4 Mal.

Wie es dazu kam?
In einem Artikel habe ich Marlos Geschichte inkl. Bildern und Videos zusammengefasst.

Danke für den Einsatz aller Beteiligten, der Marlo das Leben gerettet hat: ehemals abgestempelt als gefährlich und aggressiv, zeigt er sich durch Umgang und Training basierend auf positiver Verstärkung sehr freundlich und lernwillig.

Auch fremde Personen bringen Marlo
im neuen Zuhause nicht aus der Ruhe.


Diese Zeiten sind zum Glück vorbei.
Strafbasiertes Training durch Bedrohen, Zischen, Rucken, Treten, Gegenstände nach ihm werfen oder Schlimmeres sind eben keine gute Grundlage für ein freundliches Annähern oder gar eine harmonische Beziehung.


Marlo bei einem seiner 4 Freigänge
in Ungarn innerhalb eines Jahres

Ein wichtiges Zwischenziel ist erreicht! Langfristig sind wir auf der Suche nach einem Lebensplatz für Marlo. InteressentInnen mit Hundeerfahrung können und sollen sich gerne melden, zB via Email an u.aigner@gmail.com. Voraussetzung: Haus mit Garten, alles weitere dann persönlich.

Genauso wie die Tierpension in Ungarn kostet die Unterbringung hier in Österreich natürlich auch Geld.
Daher sind finanzielle UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:

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Hier auf dem Blog werde ich regelmäßig Neuigkeiten, Ereignisse und Fortschritte veröffentlichen. Ich bin sehr erleichtert, dass diese Hürde überwunden ist. 🙂 

Marlo bittet um Hilfe – bald kommt er nach Österreich!

 

Marlo am 10.1.2015 in seinem Zwinger in Ungarn

Marlos Tod war schon fast besiegelt – nur durch die Initiative von engagierten Tierschützerinnen, genauer gesagt TierRECHTlerinnen, wurde er bisher verschont. Ein schönes Leben hatte er trotz der Verschonung ganz und gar nicht. Hier sind seine Geschichte und die bisherigen Trainingserfolge nachzulesen.

Zum großen Glück habe ich eine äußerst geeignete Unterbringung in Österreich gefunden, die Marlo aufnimmt – DANKE DAFÜR! Als Gegenleistung helfe ich bei den dort untergebrachten Hunden im Training.

Dennoch muss das alles finanziert werden: Transport von Marlo nach Österreich, Tierarztkosten, Marlos Unterbringung, KM-Geld, Zeitaufwand, etc… Denn ich werde so oft wie möglich zu ihm fahren um mit ihm zu arbeiten.

Daher bitte ich um finanzielle Unterstützung:

Kontoinhaber: Private Tierhilfe Ungarn 

HYPO NÖ – Landesbank für NÖ und Wien 

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Kennwort Marlo

Danke im Namen von Marlo und allen Helferleins! 

Rottweiler Marlo – ungewisse Zukunft

 Der Rüde Marlo (ehemals Macho) hatte bisher Pech in seinem Leben. Seit fast einem Jahr lebt er in einem kleine Zwinger in einer Tierpension in Ungarn, nahezu ohne Umweltreize bzw. Auslauf. Seine Geschichte ist hier nachzulesen: Erster Spaziergang mit dem Rotti aus Ungarn und Training „aggressiver“ Rottweiler – Hilferuf aus Ungarn

Seit wenigen Monaten arbeite ich mit Marlo alle 2-3 Wochen. Trotz der langen Zeit und der mehr als suboptimalen Betreuung machte Marlo tolle Fortschritte:

Er lässt sich bereits ein Brustgeschirr anziehen:

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Marlo lernt andere Menschen positiv kennen:

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Gemeinsam mit mir war Marlo insgesamt vier Mal für ein paar Minuten im Freien:
[evideo id=“cK–4-cq8bo“ site=“youtube“ autoplay=“0″ /]

Beim ersten Kurzspaziergang war Marlo nicht/kaum in der Lage, Futter zu nehmen, weil er dermaßen reizüberflutet ist.

Sein Horizont erweitert sich schließlich um mehrere Dimensionen, wenn er mit mir draußen ist. Im Zwinger sieht er nur geradeaus einen Holzzaun in 3-4 Meter Entfernung. Beim vierten Mal war Marlo bereits ansprechbarer und aufnahmefähiger, was natürlich prinzipiell gut ist – ABER: Reaktionen auf die umgebende Umwelt werden immer wahrscheinlicher. 

 

Hier wären wir auch schon bei den Problemen angekommen: Das Gelände der Tierpension ist äußerst ungünstig organisiert:
Es gibt keine eingezäunten Ausläufe, nur das Gelände insgesamt ist eingezäunt: Ein riesiger Schutzhundetrainingsplatz und zwei Gebäude, aus denen auch noch Hunde heraus bellen, benachbarte Hühner, die Hofkatze, ein angrenzender Stadl, vor dem Gänse gestopft werden.Last but not least: Das Zurückbringen in den Zwinger ist ein Spießrutenlauf an 
bellenden Hunden vorbei bzw. auf sie zu. Auch wenn die Zwinger in dieser Zeit mit einem Sichtschutz versehen werden, ist dies eine brenzlige Situation.

Zurück in den Zwinger müssen wir an bellenden Hunden vorbei bzw. auf bellende Hunde zu.
Furchtbare Umweltvoraussetzungen und auch für mich/uns eine psychische „Herausforderung“ (Gänse stopfen, teilweise 2 Elektroschockgeräte an einem Hund, Schutzhundler-Einstellung in Umgang und Training, Verhalten Frauen gegenüber „verbesserungswürdig“…) 

All diese Einflüsse können einen Hund wie Marlo (Deprivationssyndrom) zu Verhaltensweisen bringen, die gefährlich werden können.
Ganz abgesehen von den Gefahren wie Losreißen oder umadressierte Aggression, ist ein Hund, der alle 2-3 Wochen eine grüne Wiese unter den Pfoten spürt, in den kurzen Momenten kaum denkfähig, viel wahrscheinlicher sind reflexive Verhaltensreaktionen bzw. Bewältigungsstrategien wie Freeze/Faint (erstarren, in sich gekehrt sein), Fiddle about/Flirt (Übersprungshandlungen, sich anbiedern), Flight (Flüchten) oder Fight (Kämpfen).

Erstarrt vor den vielen Eindrücken war/ist Marlo bereits. Unter diesen Umständen sind die weiteren Strategien vorprogrammiert, es wäre fahrlässig (längst nicht nur für mich!), an dieser Stelle weiterzumachen. 

Marlo und ich vertrauensvoll im Zwinger.

 
Das wohl Wichtigste, was ich in den letzten Jahren gelernt habe (durch Umgang und Training von „gefährlichen“ Hunden), ist, auf mein Bauchgefühl zu hören. Das Unterbewusstsein bemerkt Unstimmigkeiten / Unsicherheiten / Gefahren viel schneller, als das Bewusstsein denken kann.
Ich hatte vor allem vor dem letzten Besuch, bei dem Marlo zwei Mal Wiese unter seinen Pfoten spüren durfte, ein schlechtes Gefühl. Übrigens ganz im Gegensatz zu der Zeit gemeinsam mit Marlo im Zwinger: Bei der Situation im Zwinger bin nur ich eine positive Neuerung, die er dankbar annimmt und Vertrauen fasst. Im Freien ist alles neu und überwältigt / überfordert ihn völlig.

Leider zeigen sich die Betreiber der Tierpension nicht kooperationsbereit: Sie wollen keinen Auslauf einzäunen, das ist aus ihrer Sicht für einen Hund nicht notwendig (Hunde müssen am Schutzhundeplatz funktionieren, ansonsten sind sie in Zwingern oder Boxen eingesperrt und warten auf den nächsten Einsatz im Beiß“sport“).

 


Marlo völlig überwältigt und erstarrt im Freien
Ohne, dass Marlo sich regelmäßig selbstständig in einem Auslauf bewegen kann, ist ein weiterführendes Training nicht möglich. Wir sind hier an den Grenzen des Trainierbaren angekommen. Wenn wir jedoch nicht weiter trainieren, steht Marlos Todesurteil fest, ohne ihm eine echte Chance gegeben zu haben. Daher hier ein Hilferuf, wir benötigen dringend Unterstützung:

 

Entweder

  • die Möglichkeit einer Unterbringung, in der ein gesicherter Auslauf möglich ist, idealerweise im Umkreis von etwa 100km von Wien.

 

Und/oder

  • finanzielle Unterstützung, da auch die aktuelle Versorgung von Marlo bezahlt werden muss (derzeit hängt die finanzielle Verantwortung mehr oder minder an nur einer Person) und die weitere Versorgung unter besseren Bedingungen sowieso.
Wer kann Marlo helfen?

 
Finanzielle Unterstützung an:
Kontoinhaber: Private Tierhilfe Ungarn 
HYPO NÖ – Landesbank für NÖ und Wien 
AT16 5300 0032 5502 1086 
HYPNATWW 
Kennwort Marlo

Es gibt bestimmt auch noch andere Möglichkeiten der Unterstützung, an die ich/wir noch nicht gedacht haben.
Bitte kontaktiert mich unter u.aigner(at)gmail.com bei weiteren Vorschlägen.

Es gibt viele Hunde, denen ein ähnliches Schicksal wie Marlo bevorsteht. Wenn wir Marlo helfen können, stellt das einen positiven Gegenpart zur Euthanasiepraxis bzw. harten und gewalttätigen Trainingsmethoden dar – ein kleiner Baustein, der vielleicht hilft, in den Köpfen der Menschen etwas zum Guten zu bewegen. Ohne direkter und individueller Hilfe gerät die Gesamtproblematik in den Hintergrund, die getöteten und misshandelten Hunde sind nichtmal mehr Nummern.

Für Marlo ist es noch nicht zu spät!